Das Lutzmann „Denk mal“

Nienburger Konstrukteur legte 1899 Grundstein für Opel-Fahrzeuge

Unser Verein will einem Wegbereiter der deutschen Automobilindustrie posthum ein Denkmal setzen.

Zur Erinnerung an einen der drei großen Pioniere des Automobilbaues und Sohn der Stadt Nienburg, Friedrich Lutzmann, ist eine Gedenksäule geplant. Sie soll an der Route des historischen Stadtrundgangs stehen.

Mit Bildhauer Prof. Wolfgang Dreysse hat unser Verein schon vor einiger Zeit einen renommierten Künstler für dieses Vorhaben gewinnen können.

Damit eines Tages das Denkmal zum Nienburger Stadtbild gehört, bedarf es einer finanziellen Kraftanstrengung. Schon jeder Euro bringt das Projekt ins Rollen.
Sponsoren mit einer Spendensumme ab 100 € bekommen einen Schriftzug am Lutzmann-„Denk mal“

Zur Person von Frierich Lutzmann

Friedrich Lutzmann wurde am 5. April 1859 in Nienburg an der Saale geboren.
Nach der Bürgerschule in Nienburg besuchte er Gymnasien in Köthen und Dessau.

Am 17. September 1893 begründete er zusammen mit Fritz Koch in Dessau das erste automobile Taxi-Unternehmen Deutschlands mit einem Benz Victoria Vis-a-vis.

Am 15. Mai 1894 verlässt der erste Motorwagen eigener Konstruktion seine „Anhaltische Motorwagenfabrik“ in Dessau. Es war der „Patentmotorwagen-Pfeil 1“. Höchstgeschwindigkeit 25km/h bei 3PS.

Am 30. September 1897 beteiligt er sich als Mitbegründer des Mitteleuropäischen Motorwagen Vereins mit zwei seiner selbst konstruierten Patentmotorwagen System Lutzmann neben Carl Benz und Gottlieb Daimler als einer von vier Ausstellern auf der wohl ersten Internationalen Automobilausstellung Deutschlands in Berlin (später IAA).

Am 21. Januar 1899 verkaufte er seine Patente und Konstruktionen an die an ihn herangetretene Firma Opel, die bis dahin Nähmaschinen und Fahrräder produzierte. Als Direktor der Opel-Fahrzeugwerke begründete er die Automobilindustrie in Rüsselsheim. Die Straße am Opel-Firmensitz trägt seinen Namen, „Friedrich-Lutzmann-Ring“.

1901 gewinnt sein modifizierter Motorwagen das Bergrennen auf dem Königstuhl bei Heidelberg. 16 Konkurrenten hatten das Nachsehen.

1902 kehrt Lutzmann ins Konstrukteur-Fach zurück.

1930 stirbt Friedrich Lutzmann in Dessau.

Spenden für das Lutzmann-Denkmal können auf das Konto der Salzlandsparkasse mit Adresse und dem Verwendungszweck „Denk mal“ eingezahlt werden:
DE37 8005 5500 0340 0870 05

Unter den Spendern werden zwei Bücher und zwei Opel-Modelle ausgelost.

Jeder Euro bringt das Projekt ins rollen.

Beitrag in der Mitteldeutschen Zeitung vom Dienstag, 14. Februar 2017