{"id":67,"date":"2017-02-25T16:59:34","date_gmt":"2017-02-25T15:59:34","guid":{"rendered":"http:\/\/nienburger-projekte.de\/?page_id=67"},"modified":"2019-01-03T20:06:13","modified_gmt":"2019-01-03T19:06:13","slug":"der-weinanbau","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/nienburger-projekte.de\/?page_id=67","title":{"rendered":"Der Weinanbau"},"content":{"rendered":"<table width=\"814\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>\n<h4>Zum Wohle mit Nienburger Wein<\/h4>\n<p>Sie meinen, liebe G\u00e4ste, dies sei ein Scherz? Weit gefehlt! Zwar liegt der Nienburger Weinberg derzeit w\u00fcst, ist aber in seiner Struktur noch gut zu erkennen. Und die Weinbautradition in Nienburg ist fast so alt wie der Ort selbst. Aber der Reihe nach:<\/p>\n<p>Nachdem Nienburg im Jahr 961 eine erste urkundliche Erw\u00e4hnung fand, dauerte es noch 14 Jahre, bis sich hoch \u00fcber der Bode kurz vor deren M\u00fcndung in die Saale erstmals M\u00f6nche ansiedelten. Und was geh\u00f6rte im Mittelalter mit zu den wichtigen Aufgaben in einer kl\u00f6sterlichen Gemeinschaft? Richtig \u2013 die Landwirtschaft, weil man sich ja versorgen musste. Und wenn damals im Saaletal verbreitet Weinanbau stattfand, war es nur nat\u00fcrlich, dass die Nienburger M\u00f6nche dies ebenfalls taten.<\/p>\n<p>Bernhard Gremmler, anerkannter Weinbaufreund und -kenner in Bernburg \u00fcberschreibt einen Abschnitt in seinem B\u00fcchlein \u201eDer Weinberg-Hahn\u201c (Bernburg 2010): Mit den M\u00f6nchen kam der Wein \u2013 und das war, wie wir wissen, im Jahr 975, als Benediktiner M\u00f6nche in Nienburg ein Reichskloster gr\u00fcndeten. Ihnen haben wir die Weinbautradition in unserer Region also zu verdanken.<\/p>\n<p>Nun ist ja hinl\u00e4nglich bekannt, dass der Weinanbau in dieser Gegend zu Beginn des 20. Jahrhunderts zum Erliegen kam, weil er sich aus wirtschaftlichen Gr\u00fcnden nicht mehr lohnte. Allerdings erlebt die Weinbautradition dank des Engagements vieler Weinbaufreunde seit etlichen Jahren eine Renaissance. \u201eWieso dies und warum?\u201c, werden Sie fragen.<\/p>\n<p>Sp\u00fcrbar erfolgt in unserer Gesellschaft seit geraumer Zeit eine R\u00fcckbesinnung auf Werte, die vielfach bereits in Vergessenheit geraten sind. Gelebte Kultur \u2013 und dazu z\u00e4hlt durchaus auch der Weinanbau \u2013 bekommt wieder einen Stellenwert in unserem Leben. Altes wieder ins Bewusstsein zu bringen und neu zu beleben, hei\u00dft nicht unbedingt, altmodisch zu sein! Der Fernsehjournalist und Autor Ulrich Wickert geht in seinem Buch \u201eGauner muss man Gauner nennen \u2013 Von der Sehnsucht nach verl\u00e4sslichen Werten\u201c (Piper Verlag GmbH M\u00fcnchen, 2007) auch auf diese Fragestellung ein. Und sich mit der Natur sowie ihren Produkten und deren Wert f\u00fcr uns Menschen auseinander zu setzen, ist ganz gewiss nicht altmodisch. Wir erleben aktuell geradezu eine \u201eBewusstseinswende\u201c, auch in der Frage nach den Werten in unserer Gesellschaft.<\/p>\n<p>Um den Wein ranken sich viele Geschichten. Es gibt keinen gro\u00dfen Dichter, der sich gedanklich und auch mit seinen Geschmacksnerven nicht mit dem \u201eSaft der Reben\u201c besch\u00e4ftigt h\u00e4tte. Und diese literarische Tradition reicht sehr weit zur\u00fcck. Was spricht also dagegen, dass sich der Verein zur F\u00f6rderung kultureller Projekte in Nienburg a. d. Saale e. V. der Weinbautradition annimmt und zum Ziel gesetzt hat, einen Weinberg wieder zum Leben zu erwecken? \u00dcberhaupt nichts. Diese Aufgabe stellt eine Herausforderung dar, ist aber sicher reizvoll. Und wenn es gelingt, neben der \u00e4lteren Generation auch junge Menschen hierf\u00fcr zu interessieren, d\u00fcrften sich viele Perspektiven f\u00fcr ein gesellschaftliches und kulturelles Miteinander er\u00f6ffnen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-68\" src=\"http:\/\/nienburger-projekte.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Weinanbau.jpg\" alt=\"\" width=\"239\" height=\"109\" \/><\/p>\n<p>Bevor der Wein trinkbar ist, gilt es im Weinberg zu schuften \u2013 dies steht so \u00e4hnlich schon in der Bibel geschrieben. Und das alte Sprichwort: \u201eVor den Preis setzten die G\u00f6tter den Schwei\u00df\u201c kann in diesem Zusammenhang jeder gut nachvollziehen. Aber \u2013 Wein wird weniger getrunken als vielmehr \u201egenossen\u201c. Und mit Wein lassen sich Musik und Literatur ebenfalls sehr gut, vielleicht sogar besser genie\u00dfen. Also packen wir es an und erheben bald einmal unser Glas mit dem Spruch: \u201eZum Wohle mit Nienburger Wein\u201c!<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">Ulrich Menkhaus<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>MZ -Beitrag vom 27.09.2017, 09:55 Uhr<br \/>\n<a href=\"https:\/\/mobil.mz-web.de\/landkreis-harz\/bode-winzer-gesucht-alte-idee-aus-der-schublade-geholt-28492866\">Bode-Winzer gesucht <\/a>Alte Idee aus der Schublade geholt<br \/>\nVon Katharina Thormann<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/mobil.mz-web.de\/landkreis-harz\/bode-winzer-gesucht-alte-idee-aus-der-schublade-geholt-28492866\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-494 alignleft\" src=\"http:\/\/nienburger-projekte.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/Den-ganzen-Beitrag-mz.jpg\" alt=\"\" width=\"323\" height=\"92\" srcset=\"http:\/\/nienburger-projekte.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/Den-ganzen-Beitrag-mz.jpg 323w, http:\/\/nienburger-projekte.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/Den-ganzen-Beitrag-mz-300x85.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 323px) 100vw, 323px\" \/><\/a><\/p>\n<p>(Externe Seite)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zum Wohle mit Nienburger Wein Sie meinen, liebe G\u00e4ste, dies sei ein Scherz? 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